Motoröl
| Modell | Für alle passend | Art der Freigabe | sieht gut aus | ||||
| Autor | Martin Stahl | Freigegeben durch | gabel am 20.08.03 - 17:29 Uhr | ||||
| Stand | 20.08.03 - 11:57 Uhr | Bisherige Aufrufe | 5564 | ||||
| Schwierigkeitsgrad | leicht | Dokumentenart | Tipps und Tricks |
Text
Laut Citroen-Empfehlung soll man nur die teuren Öle des Herstellers Total verwenden. Mit diesen Ölen macht man sicherlich nichts falsch, aber andere hochwertige Mehrbereichsöle erfüllen genau den selben Zweck und sind erheblich preiswerter.
Warum so viele Schrauber in Sachen Öl zu Philosophen werden weiß ich nicht, aber die folgenden Grundaussagen sind vielleicht eine Entscheidungshilfe:
- Die erste Zahl der Viskositätsangabe (z.B.: 15W40) bezieht sich auf die Viskosität bei kaltem Motor. Die zweite Zahl bezieht sich auf die Viskosität des Öls bei betriebstemperatur des Motors. Dies bedeutet, das die Viskosität eines preiswerten 15W40 Öls bei Betriebstemperatur genau die gleiche ist wie die eines teuren 5W40 Öls. Im tiefen Winter bringt das 5W40 also einen großen Vorteil. Die kritischen Stellen werden beim Kaltstart einfach schneller vom Öl erreicht. Im Hochsommer muß man sich aber fragen, ob die Mehrkosten gerechtfertigt sind.
- Wer sich zur Bleifuß-Fraktion zählt, sollte auf die Zahl nach dem “W“ achten. Ein 5W50 Öl schütz zum Beispiel den Motor bei extremer Belastung und damit einhergehender hoher Betriebstemperatur besser als ein 0W40 Öl. Das Öl soll auch bei extremen Temperaturen nie so dünnflüssig werden, dass der Ölgleitfilm in den Lager unterbrochen wird. Der Ölfilm eines 10W60 ist also bei Betriebstemperatur belastbarer, als der eines 10W40 Öles.
Mit anderen Worten: Das Öl muß immer einen gewissen Grad an Zähigkeit behalten, damit es bei Belastung nicht aus dem Gleitlager rausgedrückt werden kann. Ansonsten würde Metall auf Metall reiben. Wenn alles in Ordnung ist, darf man sich das folgendermaßen vorstellen:

Was hier dargestellt wird, nennt sich hydrodynamische Flüssigkeitsreibung. Der hellgraue Ring ist der Ölfilm.
Durch die Drehbewegung wird Öl mit hohem Druck auch an die Stellen gedrückt, an denen zuvor noch Metall an Metall lag.
So werden die Metallteile ab einer gewissen Drehzahl vollständig durch den Ölfilm voneinander getrennt.
- Die Qualitätseinstufungen der Öle sind leider unübersichtlich, aber zur Zeit sind eigentlich nur die folgenden Kürzel wichtig: API und CF und SJ. API steht für American Petroleum Institute. Die Spezifikationen nach API sind die einzigen, die von allen Herstellern anerkannt werden. Das Kürzel CF steht für die momentan höchste Qualitätsstufe bei Dieselmotorölen. Das Kürzel SJ steht für die momentan höchste Qualitätsstufe bei Ottomotoren.

Werkzeug-/Materialliste
Bemerkungen
Diese Anleitung wurde freundlicherweise von Michael Heiart zur Verfügung gestellt (www.people.freenet.de/xm-repair). Vielen Dank!
Kommentare
| User | Datum | Kommentar |
| gordan | 4.05.05 |
ich habe deinen beitrag mit interesse gelesen.ich habe da selber ein groesseres porblem.zum ersten habe ich mir bei citroen sagen lassen 5w40 auf meinem motor zu geben.nun hier in griechenland sagen die mir ich sollte 15w50 verwenden(klimabedingt wegen gorsser hitze).komischerweise verliere ich kein oel oder sonstige fluessigkeiten.nur merkwuerdigerweise brauche ich auf 1000km 1-1.5 l oel.ventilschaftdichtungen usw alles in ordnung.meinung von deren experten war wie folgt:"bei diesem oel wuerde sich der verbrauch automatisch erhoehen". nun solle ich also dieses 15w50 oel verwenden. da ich selber mechaniker gelernt hatte und mir gedacht habe das das es einfach nicht sein kann , habe ich mich reg. um einmal nachzu fragen was jetzt gut waere fuer meinem motor. mein wagen ist ein xantia 1.8i bj.11.93 verbrauch langstrecke ca.7-8 liter. bitte sendet mir wenn ihr vorschlaege habt alles an meiner mail adresse.sphaeren3@hotmail.com
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