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Zahnriemenwechsel XM Y3 2.0i

Modell XM Art der Freigabe   gut gemacht,  
Autor   Niko   Freigegeben durch   mike am 19.07.04 - 07:15 Uhr  
Stand   17.11.09 - 13:55 Uhr   Bisherige Aufrufe   3503  
Schwierigkeitsgrad   mittel   Dokumentenart   Reparaturanleitung  

Text

Fahrzeug gut aufbocken
Rad vorne rechts entfernen (es empfiehlt sich, vorher komplett nach rechts einzuschlagen)
Teil des Innenkotflügels (unten rechts)entfernen - dazu die Stopfen (4 oder 5 Stück) herausziehen und unten die 10er Mutter lösen. Nun hat man schonmal den Blick auf die Riemenscheibe frei.
Mit dem Schlagschrauber die Schraube in der Riemnscheibe (22er glaube ich) lösen. Ganz herauszudrehen braucht man diese noch nicht, aber gelöst werden MUSS sie - sonst hat man einfach keine Chance.

Bekommt man diese mit dem Schlagschrauber nicht raus empfehlen einige Bücher einen Gang einzulegen und jemanden die Bremse treten zu lassen während man selbst daran würgt. Davon halte ich nichts, weil die gesamte Kraft über das Getriebe geht...

Ein paar Schläge mit einem Hammer wirken auch manchmal Wunder....

Nun geht es oben weiter:
Beide Keilriemen ausbauen. Dafür die 13er Muttern von Lima und Hypu lösen, die Riemen entspannen und rausnehmen. keilriemen.jpg

Nun den oberen Teil des Zahnriemenkastens ausbauen. Dazu muß man zwei Schrauben herausdrehen: eine 13er, eine 16er. Das ist etwas fummelig, aber halb so wild.

Nun nochmal nach unten und dort die Riemnscheibe abziehen. Evtl. lässt sich das ohne Abziehen mit leichten Schlägen des Plastikhammers machen. Ansonsten halt Abzieher drauf und zwei bis drei Umdrehungen, dann ist das Ding ab.

Nun die beiden kleinen 10er Schrauben und die mit 13er Kopf raus, dann hat man auch den unteren Teil des Kastens ab.

Jetzt kommt der wichtige Teil:

Wir müssen jetzt den Motor so hindrehen, dass er auf den Markierungen für den Zahnriemenwechsel steht.

Dazu eine Grundregel: Dieser Motor dreht im Uhrzeigersinn - also machen wir das auch NUR so.

Um den Motor drehen zu können schraubt man einfach die dicke Schraube wieder in den Zapfen der Kurbelwelle, allerdings nun ohne Riemenscheibe.

Nun kann jeweils am Block und an dem Zapfen der Kurbelwelle eine Markierung sehen. Nun dreht man den Motor so lange im Uhrzeigersinn, bis diese übereinstimmen. Nun kommt der Blick an die Riemenscheibe der Nockenwelle. Dort findet man eine etwa 8mm große Bohrung. Diese muß - wenn die Stellung des Motors korrekt eingestellt ist - etwa 8 Uhr sein (also schräg nach unten zur Spritzwand). Ist sie genau gegenüber (schräg nach oben und vorne) muss man den Motor an der Kurbelwelle eine Umdrehung weiter drehen.

Wenn das dann passt kann man oben in das Loch eine entsprechende Schraube (M8) reinstecken, dann haben wir die Nockenwelle schonmal blockiert. block_nocke.jpg

An der Kurbelwelle muss man nun mal etwas suchen, womit man die Blockieren kann. Bei mir war es ein passender Meißel, evtl. könnte man sich ja auch einen Imbusschlüssel zurecht schleifen. block_kurbel.jpg

Nun ist alles wichtige soweit blockiert. Im Zahnriemen läuft neben den beiden Riemenscheiben noch eine Umlenkrolle mit - das ist die Spannrolle. Sofern man diese auswechseln möchte (ist schon zu empfehlen) dreht man einfach die Imbusschraube heraus und kann sie abziehen.spannrolle.jpg

Nun kommt der neue Zahnriemen. Bitte darauf achten, dass oft eine Laufrichtung angegeben ist. Der Motor dreht im Uhrzeigersinn, also den Riemen entsprechend auflegen.

Am besten fängt man an der Nockenwelle an und legt den Riemen dort so auf, dass die Zähne auch richtig in die Riemenscheibe greifen. Jetzt legt man unten den Riemen auf. Dabei muss man darauf achten, dass der Riemen so liegt, dass die Flanke, die nach vorne (Fahrtrichtung) zeigt schön straff ist, der Riemen also an der unteren Riemenverzahnung richtig liegt. Dann die Spannrolle einsetzen. Nun nimmt man sich einen 8er Imbus und schleift von diesem zwei gegenüberliegende Kanten leicht weg, so dass dieser in dem Vierkant der Spannrolle greift. Mit der Spannrolle spannt man den Riemen, in dem man diese gegen den Uhrzeigersinn dreht. Der Riemen sollte so straff sein, dass man den Riemen an der vorderen Flanke locker noch um 90 Grad verdrehen kann. Wenn man die Möglichkeit hat sich ein Messgerät für die Riemenspannung auszuleihen sollte man diese nutzen! Die Spannrolle wird wieder mit der Imbusschraube fixiert (ein Tröpfchen Schraubenkleber ist bestimmt nicht verkehrt...).

Nun entfernt man die Verriegelungen der Riemenscheiben und dreht den Motor mal zwei Umdrehungen durch. Nun wird nochmal die Markierung an Nocken- und Kurbelwelle kontrolliert und die Spannung gecheckt. Wenn das alles ok ist kann man den Zusammenbau antreten. Wichtig ist hierbei, dass man die Schraube an der Kurbelwelle auch mit Schraubenkleber einklebt (aber bitte nur mittelfesten Schraubenkleber!) und mit dem richtigen Drehmoment anzieht. Bitte achtet auch auf den korrekten Sitz der Keilriemenscheiben. Das große Loch zeigt auf die Positions-Markierung, das andere auf den Zapfen.

So, viel Erfolg dabei.

Werkzeug-/Materialliste

Man nehme:

- Zahnriemenkit (Riemen + Spannrolle)
- Normales Werkzeug
- eine Schraube M10 etwa 5cm lang
- einen 8er (billig) Imbus, den man später etwas schleift
- evtl. neue Keilriemen
- Schlagschrauber
- eine Flasche Schraubenkleber mittelfest
- einen Abzieher
- einen Plastikhammer
- bei geübten Schraubern dürften 2-3 Stunden Zeit ausreichen

Bemerkungen

Artikel am 17.11.2009 nach Hinweis von Volker geändert, danke dafür!

Kommentare

User Datum Kommentar
tomxm2000 13.11.04 hallo Niko,saubere Arbeit!
das selbe hatte ich Ende September auch gemacht,tja und dann war ich ein bisschen bescheuert und habe den Motor vor dem Zusammenbau nochmal angelassen.Ich konnte es halt nicht erwarten.Das wäre auch alles toll gewesen,er lief wunderbar und kurz bevor meine Hand zum Zündschlüssel greifen wollte machte es "klakk" und ein Ventil ging zu bruch,schöne Scheiße,für mich brach eine Welt zusammen.
Die fehlende Keilriemenscheibe war der Ventiltod.Das Steck-Zahnrad auf der Kurbelwelle machte sich selbständig und glitt nach rechts raus, dann sprang der kleine Zapfen raus und aus war der Traum von Selbst-Belobigungen.
Mitlerweile hab ichs verdaut und bin um ne Erfahrung reicher bis dann Gruß Thomas aus Augsburg

 

XM-Break 5.04.06 Gute Anleitung, leider war die Arbeit für die Katz, weil mein Motor fest war. Ich hatte gehofft, er wäre nur durch den Gummischrott des Riemens blockiert gewesen ...
Wieder ein XM-Break weniger auf der Straße!

 

Hasenvater 21.11.06 Zum lössen der 22er Schraube an der Kurbelwelle (Unter Rimmenscheibe), kann mann diese am Schwungrad mittels eines 10er bolzen ca. 15cm lang (Kann auch eine Schraube sein) fixieren.
Den Bolzen in das runde Loch der Öffnung des Schwungradgehäuses (Ist zwischen Spritzwand und Motor zu finden) in eine der Passenden Bohrungen in dem Schwungrad stecken und nun die 22er Schraube lössen.

 

 

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