Schwingarmlager wechseln
| Modell | Xantia | Art der Freigabe | gut für "Profi"-Schrauber | ||||
| Autor | ACCM Fred | Freigegeben durch | Tim am 13.10.05 - 08:47 Uhr | ||||
| Stand | 9.01.10 - 17:14 Uhr | Bisherige Aufrufe | 3002 | ||||
| Schwierigkeitsgrad | mittel | Dokumentenart | Reparaturanleitung |
Text
Austausch Längslenker - Lagerung hinten / Wechsel Schwingarmlager hinten (Citroen Xantia X1, hydractiv)
Hier das Dokument als PDF (95kB).
Indiz für Lagerdefekt:
Ein- und Ausfeder Bewegung macht Geräusche
Rad steht statt annähernd senkrecht ziemlich oder etwas x-beinig
Federung hinten nicht mehr so ganz komfortabel
Lager kann auch ohne Geräusche schon längere Zeit kaputt sein (die Lager können auch bis über 200tkm halten)
Eine Achsvermessung müßte auch die Fehlstellung zeigen
Eine einseitige Zerstörung des Lagers durch Gewalt (sehr hartes seitliches Rutschen gegen Bordstein) ist auch möglich. Hier verstellt sich die gesamte Fahrzeuggeometrie, so daß das Lenkrad quasi gegenlenken muß. (Kann schon durch winterliches seitliches Rutschen an Bordsteinkante passieren.)
Benötigtes Werkzeug (Minimalversion):
4 Unterstellböcke
Hydraulik Wagenheber
Drehmomentschlüssel
Schwerer Kettenschlüssel für Federkugel Demontage
24er Nuß und 24er Schlüssel
Torx 55 Ratscheneinsatz
Schwerer Schraubstock
große Schraubzwinge (so ca. 120*500 etc.)
Auffangbehälter und Schlauch für Bremsenentlüftung
Standard Mechaniker- Werkzeugsatz
Benötigtes Material:
Reparatursätze (Lager, Bolzen, Reibhülsen, Dichtungen, etc) für Längslenkerlagerung, z.B. von F-W-Meisen ( normalerweise immer links und rechts tauschen, (lohnt sich))
Neue Dichtungen für die Druckkugeln (2)
Ggf. neue Dichtungstüllen für die Bremsleitungen (2)
LHM- Flüssigkeit ( ¼ bis 2 Liter je nach Durchführung)
Ausgleichsscheibensatz für Lagervorspannung (sicher ist sicher)
Ausgleichsscheiben-Satz für Längslenkerspiel in Achsschemel (2) nicht benötigt
Umfeld:
Parkplatz (Eine Hebebühne würde die Sache etwas vereinfachen und Zeit sparen)
Raum mit Werkbank und Schraubstock
Hilfe von 2. Person nicht unbedingt notwendig, kann aber Zeit einsparen.
Zeiteinsatz:
Allein unter einfachsten Bedingungen: ca. 8-10 Stunden Zeit pro Seite und viel Geduld (ABS)
(Davon ca. 2 Std für das aus- und dann wieder einfädeln des ABS Sensors an erster Seite, an der anderen Seite dann nur noch gut 1 Stunde)
Schwierigkeitsgrad:
Nicht einfach, man sollte schon aufwendigere Reparaturen gemacht haben.
Beschreibung:
(Am Ende findet sich auch noch eine kürzere Variante des Austausches)
Wagenhydraulik auf höchste Stellung bringen
Radmuttern hinten lösen
Wagen vorne und hinten aufbocken, alle Räder frei hängen lassen (Trick für hinten aufbocken: Hinterräder auf Auffahrrampen fahren, dann einseitig Wagenheber unter Achsschemel/Rahmen und Wagen etwas hochheben, dann beidseitig Böcke ´drunter und auf die Böcke ablassen, Auffahrrampen sind dann frei.)
Mit Kettenschlüssel die entsprechende Kugel ein kleines Stückchen lösen (so 5-10mm am Umfang), schlimmstenfalls mit Unterstützung von Hammer und Meißel.
Niemals unter dem Auto arbeiten, wenn es nur mit der Hydraulik oder dem Wagenheber angehoben ist. >>>>>LEBENSGEFAHR<<<<<
Hydraulikdruck ablassen:
Normale Hydraulikfederung ohne Druckhalteventil:
Schieberegler im Innenraum auf niedrigste Stellung
Gut 1 Minute warten
Hinten die beiden Räder nacheinander mit Wagenheber bis zum Anschlag hochheben um das Öl aus den Zylindern zurück zu drücken
Druckregler vorne im Motorraum (Schraube SW12) eine Umdrehung auf
Normale Federung mit Druckhalteventil und Hydraktive Federung (kein Aktiva):
Wenn der Wagen fahrbereit ist
Motor an (Hydraulikdruck und elektrische Versorgung der Steuerventile vorhanden)
Schieberegler im Innenraum auf niedrigste Stellung
Gut 1 Minute warten
Hinten die beiden Räder nacheinander mit Wagenheber bis zum Anschlag hochheben um das Öl aus den Zylindern zurück zu drücken
Druckregler vorne im Motorraum (Schraube SW12) eine Umdrehung auf
Motor ausschalten.
Alle Federungen (außer Normal ohne Druckhalteventil):
Wenn der Wagen nicht fahrbereit ist:
Siehe spezielle Beschreibungen
es wird u.a. eine Hydraulikpumpe benötigt
entsprechendes Rad ausbauen
Generell: Offen liegende Hydraulikteile immer peinlichst sauber halten und vor Schmutz schützen. Das Hydrauliksystem wird mit langer Lebensdauer danken.
Federzylinder hinten ausbauen
Zylinder und/oder Kugel kann u.U. voll Öl sein, etwas LHM ist immer drin, Wanne darunter stellen
Federkugel ausbauen, zum Schutz sauberen zusammengeknüllten Putzlappen in Zylinder hinein drücken.
Versorgungsleitung abschließen (SW17), Wanne ´drunter und Leitungsanschluß gegen Schmutz abdecken (Putzlappen und Gummiband, oder ähnlich)
Splint der Kolbenstange ziehen
Wenn die Kolbenstange nicht aus dem Sitz will, mit leichten Schlägen eines Hammers auf ein Stück Weichholz, zum Schutz der Gummimanschette, etwas nachhelfen. Nicht versuchen mit Schraubenzieher zu hebeln, dies zerstört den Kragen der Gummimanschette.
Großen Haltesplint, des Zylinders (Rückseite) ausbauen
Federzylinder etwas raus nehmen und etwas drehen
Leckölleitung (durchsichtig) aus Manschette ziehen und mit Stöpsel etc. verstopfen (AD ca. 4mm). Hierbei herauslaufendes Öl auffangen.
Entlüftungsleitung (schwarz) herausziehen.
Federzylinder herausnehmen und weglegen
Federkugel und Federzylinder gegen Schmutz schützen.
Vorsicht in der Manschette des Federzylinders ist LHM, dies sollte durch den Entlüftungsanschluß in der Manschette nicht auslaufen.
Ausbau / Trennung ABS Sensor hinten
Wenn der Sensor schon längere Zeit (so über 3 Monate) eingebaut ist, ist er nur durch totale Zerstörung ausbaubar. (Er hat eine sehr dünne Metallhülle und gammelt in dem Längslenker fest.) Darum, wenn er noch funktioniert, aber nicht mehr nagelneu ist, Steckkontakt über dem Achsschemel lösen und Kabel zum Rad zurückziehen, wie im Folgenden beschrieben.
Schelle für das ABS Kabel unten am Längslenker aufbiegen und Kabel frei hängen lassen
Die Kabeltülle, mit der das Kabel durch den Achsschemel nach oben geht mit einer langen Spitzzange nach oben ziehen.(von außen machbar)
Nun von der Fahrzeugmitte aus oberhalb des Achsschemels den ABS Steckkontakt suchen und in den Sichtbereich bringen
Steckkontakt öffnen; Auf den Federdraht, der die beiden Steckerhälften zusammenhält, achten, der dafür entfernt werden muß,
Schnur o.ä. an den Stecker binden
Kabel zum Sensor zurückziehen
Der Kabeltülle mit langem Schraubenzieher von außen nachhelfen um durchs Loch zurück zu kommen
Auch wenn der Stecker nicht durch das Loch rund um den Längslenker will, er kann ohne Gewalt überzeugt werden..
Schnur vom Stecker lösen und diese Schnur im Achsschemel hängen lassen
ABS Kabel um die Bremsscheibe legen
Von unten, von der Fahrzeugmitte her:
Auf gegenüberliegender Seite den Längslenker parallel zum Boden halten (hierfür Wagenheber ansetzen)
Bremsleitung vor und hinter der Spirale aushängen (M6 Schraube & M6 Mutter)
Die Mutter der Längslenkerachse (SW 24) mit Unterlagscheibe entfernen
Die 2 Schrauben des Querstabilisators (Torx 55) ausbauen
Querstabilisator mit Holzkeil etc. etwas von Karosserie wegdrücken und dies Etwas stecken lassen
Halteplatte für die Bremsleitung zwischen Querstabilisator und Längslenker heraus nehmen
Bremsleitung aus dem Bremssattel heraus schrauben und ziehen. Vorsicht, LHM läuft hier aus, auffangen.
Bremsleitung verschließen (mit Stöpsel)
Bohrung im Bremssattel mit Klebeband oder Putzlappen verschließen, darauf achten, daß das Dichtgummi für die Bremsleitung nicht aus der Bohrung fällt.
Diese Dichtgummitülle (sieht aus wie ein Stückchen schwarzer Schlauch) kann auch noch ein zweites Mal verwendet werden.
Bolzen des Längslenkers herausziehen (Wasserpumpenzange), dabei den Längslenker halten. Er ist nicht leicht.
Weiter auf der Werkbank:
Längslenker mit Anbauten in Schraubstock einspannen, danach zeitweise umspannen.
Die Reibhülsen (Abstandshalter mit Dichtungslaufflächen) heraus hebeln
Die Dichtungen mit Schraubenzieher heraus hebeln
Die Hohlwelle je nach Zustand raus drücken oder hinaus schlagen
Die Lager Innenringe herausnehmen, oder das was mal ein Lager gewesen ist.
Auf eine Scheibe achten zwischen Lager Außenkante und Reibhülse
Gesamten Bereich säubern
Die Staubschutzhülse (Kunststoff) zwischen den Lager Außenringen mit Schraubenzieher oder Stechbeitel längs zerschneiden und herausnehmen
Lager Außenringe immer von Gegenseite mit Stange oder langem Schraubenzieher hinaus schlagen
Den ganzen Bereich säubern, Beschädigungen glätten
Haben die Rollen schon den Längslenker beschädigt, Dellen mit Kaltmetall etc. reparieren.
Zusammenbau:
Prüfung
Längen der Hohlwellen und der Druckstücke vergleichen (alt gegen neu). Alle sollten die gleichen Längen haben. Sonst ist die bisherige Zwischenscheibe gegen eine neue mit anderer Dicke auszutauschen.
Eventuell die Einzelteile entsprechend neu sortieren (links <> rechts <> innen <> außen).
Montage
Staubschutzhülse einbauen, hierfür fetten.
Lager Außenringe einschlagen oder einpressen
(Zuerst mit Hammer und hartem Holzbrett als Zwischenlage bis sie mit der Bohrung bündig stehen, dann mit Rohr oder z.B. einer 30er Nuß) bis diese rundum an der Stufe innen anliegen.
Prüfung
Einzelteile ohne Dichtung wie im nachfolgenden Abschnitt Montage zusammensetzen und prüfen, daß die Hohlwelle ca. 0,2mm kürzer ist als das Maß über die Druckstücke.
Die Lager brauchen eine gewisse Vorspannung um gut zu laufen. (Für Xantia keine Angabe von Cit. gefunden.) Habe mir nach Gefühl ca. 0,2mm vorgegeben. Wenn die neuen Einzelteile alle das gleiche Maß haben wie die Alten, dann müßte die alte Zwischenscheibe wieder verwendbar sein.
Ansonsten neues Dickenmaß für die Zwischenscheibe festlegen und besorgen.
(Im 1/10 bis 3/10 Bereich könnte man auch überlegen die Hohlwelle entsprechend zu kürzen.)
Anschließend die Einzelteile geordnet wieder heraus nehmen und weiter mit der
Montage
Eingepresste Lager Außenringe stark fetten
Lagerkäfig und Innenringe sehr stark einfetten und einsetzen
Hohlwelle der Länge nach einfetten und einschieben
Beide Dichtungen mit den Reibhülsen zusammenstecken, dabei/dafür gut einfetten
Die Zwischenscheibe am äußerem Lager auf die Hohlwelle aufschieben
Lagerbereich von außen aus noch einmal stark mit Fett einschmieren. (Viel hilft viel.)
Dichtung- Reibhülsen- Paket in der zuvor geprüften und damit festgelegten Anordnung beidseitig aufsetzen und einpressen
(Geht auch mit einer großen Schraubzwinge, aber: beidseitig Holzbrett ´drunterlegen.
Prüfen, daß die Hohlwelle die vorher genannten 0,2mm kürzer ist.
Und wieder am Fahrzeug:
Achsschemel, Querstabilisator und Einzelteile reinigen und dort wo die Kontaktstellen sind mit Kupferpaste einfetten.
Längslenker im Achsschemel einsetzen und zuvor eingefettetenM16- Bolzen einsetzen
Spiel vom Längslenker im Achsschemel in Bolzenrichtung überprüfen. Falls es größer 0,5mm ist, eine spezielle Paßscheibe auf der Außenseite einsetzen (CIT)
Eine neue Nylstopp Mutter (Sicherungsmutter ist im Umbausatz) auf den M16-Bolzen setzen; anziehen 130 Nm
Halteplatte zwischen Querstabilisator und Längslenker einsetzen
Holzkeil zwischen Querstabilisator und Karosserie entfernen
Die 2 Schrauben für den Querstabilisator einsetzen (Torx55); anziehen 95 Nm
Auf der Gegenseite den Längslenker ablassen
Bremsleitung vor und hinter der Spirale einsetzen und festschrauben
Anschluß ABS Sensor hinten
Im Achsschemel hängende Schnur am Stecker befestigen und da durch ziehen.
(Hierfür Geduld, Fingerspitzengefühl, kleine Hände, etc..)
Die Kabeltülle, mit der das Kabel durch den Achsschemel nach oben geht mit einer langen Spitzzange nach oben durchziehen.(von außen machbar)
Steckkontakt innen mit Säureschutzfett einschmieren
zusammenstecken, Federdraht in Verbindung einsetzen, Schnur vom Stecker entfernen
Die Kabeltülle mit Zug am ABS-Kabel und mit langem Schraubenzieher von außen wieder durch das Loch im Achsschemel zurück drücken.
Die Kabeltülle, jetzt mit einer langen Spitzzange nach oben in das Loch einziehen.(von außen machbar) Auf guten Sitz achten
In Schelle unten am Längslenker das ABS Kabel einsetzen und diese wieder zu biegen
Hydraulikleitung in Bremssattel einschrauben, Hierbei auf die Gummidichtung (schlauchförmiges Stück) achten. Wenn hier schon öfters aufgemacht wurde, besser diese Gummitülle erneuern.
Bremsleitung in der Kunststoffhalterung auf dem Längslenker einklipsen.
ABS Sensorkabel im Bereich der Bremsscheibe 2 mal an Bremsleitung befestigen, damit diese nicht an die Bremsscheibe kommt. Wenn die originalen Klipse nicht mehr existieren, Kabelstrapse verwenden.
Federzylinder hinten einbauen
Alle Kontaktstellen zum Achsschemel und Längslenker mit Kupferpaste behandeln
Die Gummimanschette ist normal mit 25ccm LHM gefüllt, wenn etwas ausgelaufen ist, mit einer Spritze nachfüllen. Sonst 5-10ml ergänzen.
Federzylinder einsetzen; beim Einsetzen Leitungen montieren:
Leckölleitung (durchsichtig) bis Einrasten in den Anschluß der Manschette stecken (am Flansch, Anschluß liegt am Flansch, innerhalb der Schelle)
Entlüftungsleitung (schwarz) einstecken
die Kolbenstange in dem Sitz vom Längslenker halten.
Splint der Kolbenstange einstecken (braucht Geduld)
Zylinder richtig positionieren und großen Haltesplint einbauen
Versorgungsleitung anschließen (SW17)
Druckkugel einbauen, dafür neue Dichtung verwenden; Dichtung mit LHM einölen; Die Auflagefläche des Zylinders mit etwas Kupferpaste einschmieren.
Druckkugel nur von Hand anziehen.
Druckablaßschraube am Druckregler schließen
Bodenfreiheit an Schieberegler auf Position HOCH stellen
Motor starten
Dichtheit des Systems überprüfen
Bremsen entlüften
Entlüftungsreihenfolge vo.li. / vo.re. / hi.li. / hi.re.
Wenn man das Bremssystem hat leer laufen lassen, sind alle 4 Bremssättel zu entlüften
bei minimalem LHM Verlust aus Bremsleitung müsste hi.li. und hi.re. reichen.
Die Entlüftungsschrauben liegen in der Nähe der Bremsleitungsanschlüsse .
Motor an
Bremspedal leicht betätigen (Stange vom Hydraulikwagenheber oder ein Warndreieck zwischen Pedal und Sitz klemmen.)
Jeweils:
Gummikappe entfernen
Ringschlüssel (8er) aufsetzen,
durchsichtigen Schlauch auf Nippelende stülpen
Entlüftungsschraube leicht öffnen und ca. 150 bis 200 ml in Auffangbehälter auslaufen lassen, bis keine Luftblasen erkennbar sind.
Entlüftungsschraube schließen, Schlauch und Schlüssel ´runter, Gummikappe ´drauf.
Nächstes Rad
LHM ist ein Mineralöl, also normales Altöl.
Rad einbauen
Fahrzeug auf eigene Räder stellen
Radschrauben fest ziehen (90 Nm)
Fahrzeug 2 mal hoch und ´runter fahren
In Hochstellung mit laufendem Motor LHM-Stand kontrollieren, ggf. ergänzen
Fahrzeug in Normalstellung, dann Probefahrt und Schweben genießen.
Anschlußarbeiten:
Fahrzeughöhen messen, siehe separate Kapitel
Fahrzeughöhen ggf. korrigieren.
(Eigentlich nur notwendig, wenn mit einem kaputten Lager die Fahrzeughöhe neu einjustiert wurde.)
Im ACC Forum diskutierte vereinfachte Lösung:
Der zuvor beschriebene Vorgang entspricht im Wesentlichen dem Vorgang wie er im Original- Citroen- Handbuch für Xantia dargestellt ist.
Im Forum wurde dargestellt, daß man die Hydraulik nicht zwangsläufig öffnen muß.
Der Splint, der die Kolbenstange im Längslenker hält wird gezogen und die flexible Kolbenstange dann zur Seite gebunden.
Der Bremssattel wird abgeschraubt und im Radkasten- Bereich mit einer Schnur aufgehängt.
Der Rest so wie zuvor beschrieben.
Hier ist Folgendes zu beachten:
Die lange Schraube, die das Abdeckblech hält (M5 ??) muß vor Lösen der 2 Bremssattel- Befestigungsschrauben wieder eingesetzt werden, sonst zerfällt der Bremssattel in 2 Einzelteile.
Entlüften und Austausch der Hydraulikflüssigkeit der hinteren Bremsen ist nicht verkehrt, da es oft vergessen wird.
Beim Anbau der Bremssättel an den Längslenker, Kontaktflächen säubern und ausgiebig mit Kupferpaste einschmieren (Zwischen dem Alu-Bremssattel und dem Stahl-Längslenker gibt es sonst verstärkte Korrosion durch elektrochemische Spannungen zwischen den beiden Metallen.)
Weiterer Vorschlag aus dem ACC Forum:
Wenn man die Längslenker schon mal ausgebaut hat sollte man für die Lager Schmiernippel einsetzen, damit die Lager durch Nachschmieren das nächste mal länger halten.
Rechtliche Absicherung:
Der Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen und eigenen Erfahrungen zusammengetragen.
Der Autor trägt keine Verantwortung für fehlerhafte Ausführungen
Arbeiten an Bremsen, Federungen und Achsen sind von Fachleuten auszuführen (Wer auch immer ein Fachmann/ eine Fachfrau wirklich ist, auf jeden Fall tragen sie die Verantwortung für ihre Tätigkeiten.)
Ohne jede Haftung für Fehler, Folgeschäden und anderen Murks
Benutzung auf eigene Gefahr!
Jeder ist selbst verantwortlich für alles, was er an seinem Fahrzeug schraubt. Es wird vom Autor dieser Anleitung keinerlei Haftung übernommen.
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Autor: Fred Sigl
Werkzeug-/Materialliste
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